ZEBRA IM KRIEG

ZEBRA IM KRIEG

Nach der Corona-Krise. In einer namenlosen Hafenstadt, in der Paul Sarianidis mit seiner zwölfjährigen Tochter Lena, seiner Frau Flora (einer Spitalsärztin) und seiner ewig grantelnden Mutter lebt (in einem Land, in dem es einmal eine pinkfarbene Revolution gab und in der nicht wenige Eltern in den 90ern und 2000ern dem organisierten Verbrechen angehörten, während andere ihr Geld als Prostituierte in Westeuropa verdienten), findet gerade eine „erweiterte Polizeiaktion gegen Terroristen“ statt. Krieg ist es offiziell keiner, wenngleich jede Nacht Raketen den Himmel erleuchten, Kanonen auf die Stadt gerichtet sind, die Zufahrtsstraßen gesperrt und die Versorgung knapp ist. Vertlib zeigt in seinem Roman eine Stadt im Ausnahmezustand.