STILLE BLUTET

STILLE BLUTET

Ich bin ein Riesen-Fan von Ursula Poznanskis Jugendbüchern – deswegen wollte ich jetzt endlich mal einen Poznanski-Trhiller für Erwachsene lesen. "Stille blutet" hat mich dann leider enttäuscht - zwar war der Thriller durchaus spannend, ich bin aber weder mit den Figuren, noch mit dem Schreibstil warm geworden. Das nächste Mal also bitte wieder ein Poznanski-Jugendbuch für mich!
VIOLETA

VIOLETA

Isabel Allendes Roman umfasst 100 Jahre Geschichte. Violeta kommt während der Pandemie im Jahr 1920 zur Welt und verabschiedet sich im Pandemiejahr 2020 von ihrem Enkelsohn Camilo, an den sie ihren langen Brief richtet. Dazwischen liegen ein Weltkrieg, von dem Chile nicht viel mitbekommt, Jahre des Umbruchs, Jahrzehnte der Diktatur und schließlich die Jahre der Aufarbeitung. Allende erzählt jedoch nicht nur die Geschichte Chiles, sondern auch und vor allem die Geschichte eines Kampfes um mehr Frauenrechte. Ich bin in diese Geschichte hineingekippt und konnte sie gar nicht mehr aus der Hand legen.
LÜGEN ÜBER MEINE MUTTER

LÜGEN ÜBER MEINE MUTTER

Eigentlich hätte Elas Mutter wesentlich mehr Biss für das Karriereleben als ihr Mann, der es nie schafft, befördert zu werden. Er gibt seiner Frau die Schuld: sie sei zu dick, zu unansehnlich. Mit so einer Frau an der Seite, könne man keinen wichtigen Posten bekleiden. Die 1980er waren Jahre des Aufschwungs. Wer viel leistet, wird belohnt – so lautet die Devise. Aber wer waren die Opfer dieses „Höher schneller weiter?“ Dröscher nähert sich mit großem Einfühlungsvermögen – nicht nur der Mutter, sondern auch dem Vater. Am Ende stellt sie fest: Es wird eine Care-Revolution brauchen, wenn wir tatsächlich etwas verändern wollen.
IGLHAUT

IGLHAUT

Die Iglhaut – eine Möbelrestauratorin, deren Werkstatt in einer Hinterhofgarage in München liegt – hat gern ihre Ruhe von den Menschen. Nur leider lässt man ihr die nur selten, denn die Nachbar*innen schauen gern bei ihr vorbei, und dann kommt auch noch jemand vom Kloster, um eine Heiligenfigur restaurieren zu lassen. Auch um ihre exzentrische Mutter kümmert sich die Iglaut ...
DER BETRUNKENE BERG

DER BETRUNKENE BERG

Katharina, die eine Buchhandlung hoch oben in den Bergen betreibt (in der sie auch wohnt) findet bei einem ihrer Spaziergänge einen halb erfrorenen Mann im Schnee. Sie nimmt den Fremden, der seinen Namen vergessen hat (weshalb ihn Katharina kurzerhand Robert nennt) bei sich auf. Jeden Abend lesen sie einander abwechselnd vor (darauf besteht Katharina, und natürlich hat das Buch mit dem Berg zu tun – alle Bücher in Katharinas Bergbuchhandlung haben schließlich mit Bergen zu tun). Robert kocht, Robert baut wunderbare Eisskulpturen – und überhaupt ist das Leben mit Robert (der sehr genügsam ist und mit Katharinas Lesesessel Vorlieb nimmt) recht harmonisch.
TÜR AN TÜR

TÜR AN TÜR

Tür an Tür ist ein nettes Leseerlebnis, durchaus schön erzählt, auch mochte ich die Figuren ... aber es hat mich bei Weitem nicht so packen können wie Bartas Debüt "Vom Land".
DIE MELODIE DER BIENEN

DIE MELODIE DER BIENEN

Alice, die ihren Mann durch einen Verkehrsunfall verloren hat und sich seitdem von der Welt zurückzieht, ist Hobbyimkerin. Durch ihre Arbeit in der Bezirksverwaltung bekommt sie mit, dass bald wieder gespritzt werden soll - diesmal mit einem Mittel, das andernorts bereits zu massivem Bienensterben geführt hat. Kurz davor hat sie zwei junge Männer kennengelernt. Jake, der im Rollstuhl sitzt und sein Leben als nicht mehr lebenswert betrachtet und Harry, der so schüchtern ist, dass er nichts auf die Reihe kriegt. "Die Melodie der Bienen" ist ein Wohlfühlroman, den ich nicht mehr aus der Hand legen konnte - weil mir seine Figuren so ans Herz wuchsen und die Geschichte so richtig, richtig schön ist.
DIE WUT, DIE BLEIBT

DIE WUT, DIE BLEIBT

"Haben wir kein Salz?", fragt Johannes, der Vater der beiden Buben. Mit diesem Satz beginnt das Buch, mit diesem Satz endet Helenes Leben. Statt das Salz zu holen, tritt sie auf den Balkon, "schaut nicht zurück, macht zwei weitere Schritte. Und dann diesen einen"... Ein Buch, das mich zuerst unheimlich traurig und dann unheimlich wütend gemacht hat.

AUTOMATON

Berit Glanz verwebt die Themen Ausbeutung am Arbeitsplatz und Solidarität in eine richtig spannende Story, die ein bisschen (aber nur ein bisschen) an eine moderne Version von "Das Fenster zum Hof" erinnert.